Drei Wochen sind es nun, die ich schon in Indien bin, eine Zeit, die so voll mit Erlebnissen war, dass es mir viel laenger vorkommt.
Im Dorf, dessen Namen ich nun endlich behalten habe und ausprechen kann ("Vadugarpet"), haben wir uns ganz gut eingelebt, da die Arbeitszeitenverteilung aber noch nicht ganz klar war und wir oefters nichts zu tun hatten, haben wir nun einen Tagesablauf mit unserem Chef ausgaerbeitet, von dem wir hoffen, dass er unsere Zeit mit den Kindern ein bisschen besser gestalten und strukturieren kann. Die Problematik liegt vor allem darin, dass die Kinder bis halb 4 in der Schule sind und unsere Vormittage bisher deshalb nicht mit dem ausgefuellt waren, was wir uns vorgestellt hatten.
Abgesehen von dieser Schwierigkeit, die nun hoffentlich beseitigt ist, fuehle ich mich hier immer mehr zu Hause: Die Jungs gehen immer noch ganz offen auf uns zu, wir haben mit ihnen Spiele gespielt und uns von ihnen ihre Schulaufgaben zeigen lassen, wir konnten ihnen Englisch beibringen und uns von ihnen in Tamil unterrichten lassen, auch die Sign Language Kommunikation klappt immer besser und macht Spass. Bei der Function anlaesslich des 23rd Annual Day des Boys Home haben die Jungs Taenze, Lieder und Theater vorgefuehrt, Marlena und ich haben, wie auch beim allabendlichen Prayer, Lieder gesungen und ich habe eine kleine Dankesrede auf Englisch an die anwesenden Lions Club Mitglieder, die das Boys Home unterstuetzen, gehalten. Nach der festlichen Vorfuehrung gab es sponsored food, was immer etwas Besseres ist, als der Reis mit einer duennen, scharfen Sosse, der das uebliche Essen hier darstellt. Nach dem Dinner wurde noch einmal Musik angemacht und die Jungs tanzten wild und begeistert im kleinen Hof vor dem Gebaeude, denn das sorgfaeltig auf den Boden gemalte Mandala dort, was die Gaeste willkommen geheissen hatte, durfte nun wieder kaputt gehen! Einige der Jungs tanzten wie die indischen Stars in den Musikvideos und fanden sich selbst ziemlich cool, aber das waren sie auch!
Am Freitag vormittag machten Marlena, Caro und ich uns, schick zurecht gemacht mit goldenen Armreifen, huebschen Chudidars, Ohringen und seit langem mal wieder geschminkt, auf zu der Hochzeit, auf der wir eingeladen waren. Nach einem reichhaltigen Essen verfolgten wir die von Musik und Raeucherstaebchenduft begleitete Zeremonie und bewunderten die wunderschoene Braut, die sich sehr ueber unseren Besuch freute und Fotos mit uns machen liess. Am nechsten Tag konnten Marlena und ich dann endlich unsere ersten massgeschneiderten Saris abholen und sie zum ersten Mal anziehen, was ein tolles Gefuehl war! So ein Sari ist etwas wirklich sehr schickes und elegantes, und das tragen die Frauen hier alltaeglich! Aber so indisch wir uns auch zurechtmachen (Kokosoel in den Haaren, um sie zu glaetten, Jasminblueten in den Zopf gesteckt, Goldschmuck, Sari), das Angestarrt werden nimmt nicht ab, man ist und bleibt als Weisser unter Dunklen eine Attraktion und ich fuehle mich, obwohl ich schon braun geworden bin, sehr blass, wenn ich in den Spiegel gucke. Wenn ich mal andere Weisse sehe, was selten vorkommt, gucke ich sie so sehr an, dass ich hinterher merke, dass ich genau so anstarre wie die Inder!
Nun, nach einem langen Wochenende in Trichy, geht es wieder zurueck nach Vadugarpet, wo hoffentlich eine weitere erlebnisreiche Woche auf mich wartet! Und wieder habe ich es nicht geschafft, wirklich alles, was ich erlebt habe, in einen Blogpost zu schreiben!!Es ist einfach zu viel!!:)
Im Dorf, dessen Namen ich nun endlich behalten habe und ausprechen kann ("Vadugarpet"), haben wir uns ganz gut eingelebt, da die Arbeitszeitenverteilung aber noch nicht ganz klar war und wir oefters nichts zu tun hatten, haben wir nun einen Tagesablauf mit unserem Chef ausgaerbeitet, von dem wir hoffen, dass er unsere Zeit mit den Kindern ein bisschen besser gestalten und strukturieren kann. Die Problematik liegt vor allem darin, dass die Kinder bis halb 4 in der Schule sind und unsere Vormittage bisher deshalb nicht mit dem ausgefuellt waren, was wir uns vorgestellt hatten.
Abgesehen von dieser Schwierigkeit, die nun hoffentlich beseitigt ist, fuehle ich mich hier immer mehr zu Hause: Die Jungs gehen immer noch ganz offen auf uns zu, wir haben mit ihnen Spiele gespielt und uns von ihnen ihre Schulaufgaben zeigen lassen, wir konnten ihnen Englisch beibringen und uns von ihnen in Tamil unterrichten lassen, auch die Sign Language Kommunikation klappt immer besser und macht Spass. Bei der Function anlaesslich des 23rd Annual Day des Boys Home haben die Jungs Taenze, Lieder und Theater vorgefuehrt, Marlena und ich haben, wie auch beim allabendlichen Prayer, Lieder gesungen und ich habe eine kleine Dankesrede auf Englisch an die anwesenden Lions Club Mitglieder, die das Boys Home unterstuetzen, gehalten. Nach der festlichen Vorfuehrung gab es sponsored food, was immer etwas Besseres ist, als der Reis mit einer duennen, scharfen Sosse, der das uebliche Essen hier darstellt. Nach dem Dinner wurde noch einmal Musik angemacht und die Jungs tanzten wild und begeistert im kleinen Hof vor dem Gebaeude, denn das sorgfaeltig auf den Boden gemalte Mandala dort, was die Gaeste willkommen geheissen hatte, durfte nun wieder kaputt gehen! Einige der Jungs tanzten wie die indischen Stars in den Musikvideos und fanden sich selbst ziemlich cool, aber das waren sie auch!
Am Freitag vormittag machten Marlena, Caro und ich uns, schick zurecht gemacht mit goldenen Armreifen, huebschen Chudidars, Ohringen und seit langem mal wieder geschminkt, auf zu der Hochzeit, auf der wir eingeladen waren. Nach einem reichhaltigen Essen verfolgten wir die von Musik und Raeucherstaebchenduft begleitete Zeremonie und bewunderten die wunderschoene Braut, die sich sehr ueber unseren Besuch freute und Fotos mit uns machen liess. Am nechsten Tag konnten Marlena und ich dann endlich unsere ersten massgeschneiderten Saris abholen und sie zum ersten Mal anziehen, was ein tolles Gefuehl war! So ein Sari ist etwas wirklich sehr schickes und elegantes, und das tragen die Frauen hier alltaeglich! Aber so indisch wir uns auch zurechtmachen (Kokosoel in den Haaren, um sie zu glaetten, Jasminblueten in den Zopf gesteckt, Goldschmuck, Sari), das Angestarrt werden nimmt nicht ab, man ist und bleibt als Weisser unter Dunklen eine Attraktion und ich fuehle mich, obwohl ich schon braun geworden bin, sehr blass, wenn ich in den Spiegel gucke. Wenn ich mal andere Weisse sehe, was selten vorkommt, gucke ich sie so sehr an, dass ich hinterher merke, dass ich genau so anstarre wie die Inder!
Nun, nach einem langen Wochenende in Trichy, geht es wieder zurueck nach Vadugarpet, wo hoffentlich eine weitere erlebnisreiche Woche auf mich wartet! Und wieder habe ich es nicht geschafft, wirklich alles, was ich erlebt habe, in einen Blogpost zu schreiben!!Es ist einfach zu viel!!:)
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